Was den Knusperfaktor angeht, gehört veganes Schnitzel definitiv zu den knusprigsten Leckerbissen überhaupt…
Es war einmal eine entschlossene Frau, die ein Ziel erreichte, das enorme Disziplin in ihrer Ernährung verlangte. Danach sehnte sie sich nach einem knusprigen, salzigen und gleichzeitig nahrhaften Gericht, das all ihre Sinne zufriedenstellen würde. Sie wollte den Duft, das Gefühl im Mund, den Geschmack, das Knacken der knusprigen Panade und den Anblick einer goldbraunen, perfekt gebackenen Kruste erleben. Sie konnte nicht ruhen, bis sie die höchste Form des Genusses gefunden hatte. Also begann sie, sich in die Geheimnisse der Kochkunst zu vertiefen, in alten Notizbüchern längst vergessener Spitzenrestaurants und Küchenchefs weltweit. Oft hielt sie sich in den Hinterzimmern geschäftiger Küchen auf, fest entschlossen, die perfekte knusprige Köstlichkeit zu finden. Nachdem sie alle Informationen gesammelt hatte, begann sie unermüdlich an ihrem Rezept für das perfekte vegane Schnitzel zu tüfteln. Ihre Küche verwandelte sich in ein Schlachtfeld: Öl brodelte, Brösel flogen, Teig wurde gerührt. Und als sich der Staub aus Mehl, Panier und dampfendem Öl gelegt hatte, hörte man nur eines, das perfekte Knuspern. Und noch eines. Und noch eines. Sie war glücklich. Sie konnte sich zurücklehnen, denn sie wusste: Sie hatte das ultimative vegane Schnitzel erschaffen.

Zutaten für das ultimative vegane Schnitzel
- Soja Schnetzel
- Öl
- Semmelbrösel
- Kichererbsenmehl
- Knoblauch
- Zitrone
- Pflanzenmilch
Schmeckt es wie das Original?
Immer wenn man eine Fleischalternative zubereitet, kommen schnell Fragen nach Geschmack und Konsistenz im Vergleich zu Fleisch auf. Auch wenn diese Fragen verständlich sind, sollten sie vielleicht nicht an erster Stelle stehen. Geschmack ist subjektiv und variiert von Person zu Person. Wichtiger sind Fragen wie: Schmeckt es genauso gut wie die Fleischvariante? Kann man es genauso verwenden? Kann man es auf dieselbe Weise genießen? Kommt das Glücksgefühl beim Essen genauso rüber? Wenn man diese Fragen mit Ja beantworten kann, ist der genaue Vergleich von Geschmack und Konsistenz gar nicht mehr so entscheidend. Und ich kann dir sagen: Dieses Schnitzel erfüllt all diese Punkte. Du wirst gar nicht mehr aufhören wollen zu essen.
Ich mag texturiertes Soja nicht…
Es gibt viele gute Gründe, in diesem Rezept Sojageschnetzeltes zu verwenden. Alternativen wären zum Beispiel Seitan oder andere getrocknete pflanzliche Eiweißquellen. Für mich stehen vor allem Verfügbarkeit und Alltagstauglichkeit im Vordergrund: Sojageschnetzeltes bekommst du weltweit in gut sortierten Supermärkten oder Asia-Läden. Außerdem ist es nährstoffreich, enthält viel pflanzliches Eiweiß und besteht in der Regel aus nur einer, leicht nachvollziehbaren Zutat. Und nicht zuletzt: Es ist lange haltbar und braucht keine Kühlung.
Was Geschmack und Konsistenz betrifft, hat natürlich jeder Mensch andere Vorlieben. Sojageschnetzeltes kann sich in der Textur stark unterscheiden, such dir also gerne eine passende Alternative, wenn es für dich nicht passt. Beim Geschmack solltest du zu den hellsten Sojastücken greifen, die du finden kannst. Dunklere Sorten haben oft einen intensiveren Eigengeschmack, während die helleren eher neutral sind. Genau deshalb eignen sich helle Sojastücke besonders gut für dieses Rezept: Sie nehmen Gewürze wunderbar auf und sorgen für ein rundes Geschmackserlebnis.

Was sind die besten Arten, veganes Schnitzel zu genießen?
Da Sojageschnetzeltes oft kleiner geschnitten ist als traditionelles Fleisch, ist veganes Schnitzel tatsächlich ziemlich vielseitig. Du kannst es ganz einfach mit etwas Salat und Ketchup genießen. Es eignet sich auch super für Wraps mit Gemüse und deinen Lieblingssaucen. Je nach Größe der Stücke kannst du sie im Ganzen einrollen oder halbieren. Ich liebe sie auch im Sandwich, da empfehle ich allerdings, sie vorher in Streifen zu schneiden, damit du beim Abbeißen nicht gleich die ganze Füllung herausziehst. Eine weitere Idee ist, sie auf einem Snack- oder Jausenbrett zu servieren, zusammen mit Brot, Aufstrichen, Gemüse und Saucen. Ehrlich gesagt: Die Möglichkeiten sind endlos.
Noch etwas zu beachten?
Mach am besten gleich eine große Portion Schnitzel. Es wäre wirklich schade, diese Köstlichkeit nur für ein paar Minuten genießen zu können. Nach dem Braten streue etwas Salz darüber, so bleibt die Panade schön würzig und knusprig. Reste kannst du einfach im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag genießen. Sie lassen sich wunderbar im Ofen oder in der Heißluftfritteuse aufwärmen. Vielleicht servierst du sie mit einem klassischen grünen Salat oder mit Omas originalem Erdäpfelsalat,um die Salzigkeit und die eher trockene Beschaffenheit des Gerichts auszugleichen. Schnitzel schmeckt auch hervorragend mit Senf, Ketchup, Preiselbeeren oder jeder anderen Sauce, die du gerne magst.
Wie lange dauert es, veganes Schnitzel zuzubereiten?
Je nachdem, wie lange du deine Sojasteaks marinieren möchtest, kann die Zubereitung zwischen etwa 90 Minuten und einem ganzen Tag dauern. Lass dich von dieser Zeitangabe aber nicht abschrecken, ich habe auch schon schnelle Schnitzel gemacht und die waren richtig lecker. Wenn du das erste Mal veganes Schnitzel machst, plane am besten ein bisschen im Voraus, damit das Marinieren und Braten nicht stressig wird. Und: Am Ende kann’s ruhig ein bisschen chaotisch werden, das gehört dazu!

Episches veganes Schnitzel - super knusprig und einfach zuzubereiten
Zutaten
- 100 Gramm 1 cup Sojabrocken (big & light)
- 5 Zehen Knoblauch
- 1 Zitrone ausgepresst
- 2 EL Nährhefe,
- 2 TL Pfeffer
- 3 TL Salz
- Kichererbsenmehl
- Sojamilch
- Semmelbrösel optional glutenfrei
Anleitung
- Übergieße die Sojastücke mit kochendem Salzwasser und lass sie mindestens 20 Minuten ziehen.

- Bereite den Knoblauch, Hefeflocken, Salz, Pfeffer und den Saft einer ausgepressten Zitrone vor. Gib einen Esslöffel Öl und drei Esslöffel Sojamilch dazu. Mixe oder püriere alles zu einer glatten Paste. Falls du keinen Mixer oder Mörser hast, presse den Knoblauch aus und verrühre ihn gründlich mit den restlichen Zutaten.

- Gieße das heiße Wasser von den Sojasteaks ab und spüle sie mit kaltem Wasser ab, um sie abzukühlen. Drücke sie anschließend gut aus, entweder mit den Händen, zwischen Küchenutensilien wie Gabel und Löffel oder mithilfe eines Siebs, bis keine Flüssigkeit mehr herausläuft. Gib die Sojasteaks dann in eine Schüssel und vermische sie gründlich mit der Marinade, sodass sie vollständig bedeckt sind. Lass sie mindestens 30 Minuten ziehen, am besten im Kühlschrank. Für ein intensiveres Aroma kannst du sie auch über Nacht marinieren lassen.

- Vermische das Kichererbsenmehl mit der Sojamilch und rühre so lange, bis eine glatte, klümpchenfreie Masse entsteht.

- Als Nächstes geht es ans Panieren der Schnitzel. Halte dabei eine Hand feucht und die andere trocken. Nimm ein mariniertes Sojastück und tauche es in den Kichererbsenteig. Warte kurz, bis es nicht mehr tropft und gib es dann in die Semmelbrösel. Wälze es vorsichtig, bis es rundum gleichmäßig bedeckt ist. Wiederhole den Vorgang mit allen weiteren Stücken.

- Jetzt werden die Schnitzel frittiert. Fülle deinen Topf oder deine Fritteuse mit neutralem Öl und erhitze es auf mittelhohe Temperatur. Gib die panierten Sojastücke vorsichtig ins heiße Öl und lausche dem Brutzeln. Nach etwa drei Minuten wendest du die Stücke, damit auch die andere Seite goldbraun wird. Sobald sie durchgebacken sind, nimm sie aus dem Öl und lege sie auf ein Abtropfgitter oder auf Küchenpapier. Bestreue sie leicht mit Salz und lass sie kurz ruhen. Am besten schmecken die Schnitzel mit einem frischen Salat und deiner Lieblingssauce. Guten Appetit!

Wie kann ich veganes Schnitzel aufbewahren?
Veganes Schnitzel kannst du ganz einfach im Kühlschrank lagern und es in den nächsten 2 bis 3 Tagen genießen. Am besten bewahrst du die Schnitzel nebeneinander auf, statt sie direkt übereinander zu stapeln, sonst wird die Panade an den Kontaktstellen schnell weich. Zum Aufwärmen verwende ich am liebsten den Ofen, damit sie wieder etwas knuspriger werden. Aber ehrlich gesagt schmecken sie mir auch kalt richtig gut. zum Beispiel in Streifen geschnitten über einem Salat oder in einem Sandwich. Wenn du weißt, dass du zu viele gemacht hast, kannst du die marinierten Stücke auch ungebraten im Kühlschrank aufbewahren. So zieht die Marinade noch besser ein und du kannst sie später ganz frisch anbraten, für ein extra knuspriges Ergebnis.
Hast du dieses Rezept gemacht?
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