Manche Geschmäcker gehören einfach zum Sommer. Ich möchte heute etwas ganz Besonderes mit dir teilen, eines meiner absoluten Lieblingsrezepte für die warme Jahreszeit. Dieser vegane Ribiselkuchen ist ein echter Sommerklassiker in Österreich. Er ist fruchtig, hat genau die richtige säuerliche Note und ich bin mir ziemlich sicher, dass du dich schon beim ersten Bissen verlieben wirst.
Ribiselkuchen hat seit meiner Kindheit einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Wo ich lebe, haben Ribisel nur eine sehr kurze Saison, meist im Juli und August, und genau das macht das Backen mit ihnen so besonders. Ich erinnere mich noch gut an die Sommerferien, wenn unser liebenswerter älterer Nachbar stolz einen Korb voller Ribisel aus seinem überquellenden Garten vorbeibrachte. Er hatte immer mehr, als er selbst verwenden konnte, also backte meine Mama daraus einen wunderschönen Kuchen und revanchierte sich, indem sie ihm ein großes Stück zurückbrachte. Wir saßen dann alle gemeinsam im Garten und genossen jeden säuerlich-süßen Bissen. Pur sind Ribisel ja ziemlich sauer, aber im Kuchen sind sie einfach perfekt, eine wunderbare Balance aus Frische und Süße. In diesem einfachen Rezept zeige ich dir meine vegane Version, ganz ohne Butter, Eier oder andere tierische Produkte. Es ist wirklich unkompliziert, also legen wir los!
Zutaten für veganen Ribiselkuchen
Ribisel
Dinkelmehl
Gemahlene Mandeln
Vanille
Sojamilch
Neutral Oil (I used Rapeseed Oil)
Apfelessig
Backpulver
Zimt
Zucker
Vanille
Wie ich diesen veganen Ribiselkuchen perfektioniert habe
Wie bei jedem Backrezept, das ich veröffentliche, habe ich einige Versionen getestet, bevor ich mich für dieses entschieden habe. Jedes Mal habe ich kleine Änderungen vorgenommen. Ein bisschen mehr Mandeln hier, ein bisschen mehr Zimt dort, bis es genau so schmeckte, wie ich es wollte. Dies war auch der eindeutige Favorit in meiner Familie. Die Mandeln und der Zimt verströmen ein sanftes, warmes Aroma, das die Küche erfüllt und die säuerlichen Ribisel gleichen es perfekt aus. Ich liebe es auch, wie die Ribisel beim Backen diese kleinen Safttaschen bilden, die aufplatzen, wenn man in sie hineinbeißt. Dadurch wirkt der Kuchen lebendig und saisonal.
Ist es süß genug, obwohl rote Ribisel säuerlich sind?
Ich liebe es, dass dieser Kuchen durch die spritzigen Beeren nicht zu süß ist. Die Mandeln sorgen für ein sanftes, nussiges Gleichgewicht, das so gut mit den Ribisel harmoniert. Normalerweise reduziere ich den Zucker im Teig, wie bei den meisten meiner Rezepte. Wenn er dir nicht süß genug ist, kannst du ihn nach dem Backen einfach mit Puderzucker bestäuben. So kann jeder den Kuchen nach seinem eigenen Geschmack anpassen.
Für den Teig verwende ich fast immer Sojamilch. Meiner Erfahrung nach ergibt sie die beste weiche und zarte Textur. Ich mache mir beim veganen Backen selten die Mühe, Leinsamen- oder Chia-"Eier" zu verwenden; sie sind normalerweise nicht nötig. Die meisten Kuchen gelingen wunderbar mit Sojamilch, die mit ein wenig Apfelessig vermischt wird. Diese Kombination ergibt eine schnelle vegane "Buttermilch", die dem Kuchen hilft, aufzugehen und fluffig zu bleiben. Je nach Rezept füge ich manchmal Apfelmus oder zerdrückte Bananen hinzu, um dem Kuchen zusätzliche Feuchtigkeit zu verleihen, aber hier reicht die Soja-Buttermilch allein vollkommen aus.
Hilfreiche Tipps für den bestmöglichen veganen Ribiselkuchen
Wenn du frische Ribisel verwendest, tupfe sie nach dem Waschen unbedingt trocken, denn zu viel Feuchtigkeit an der Oberfläche kann die Oberfläche des Kuchens matschig machen. Ich empfehle außerdem, die Beeren nicht in den Teig zu mischen, sondern sie darüber zu gießen und sie vorsichtig anzudrücken. So bleiben sie schön sichtbar, und der Kuchen wird nicht matschig. Du willst es saftig, nicht matschig!
Beim Mischen des Teigs darauf achten, dass er nicht zu sehr vermischt wird! Sobald die feuchten und trockenen Zutaten zusammenkommen, nur so viel rühren, dass sie sich verbinden. Übermäßiges Mischen aktiviert das Gluten im Mehl und kann zu einer dichten oder gummiartigen Textur führen, statt zu einer weichen, zarten.
Und noch ein kleiner Trick: Etwa nach der Hälfte der Backzeit decke ich den Kuchen gerne mit einem umgedrehten Muffinblech oder etwas Folie ab. Das verhindert, dass die Johannisbeeren anbrennen oder oben zu dunkel werden, vor allem, wenn der Ofen heiß ist.
Kann ich es glutenfrei zubereiten?
Ich will ehrlich sein - ich habe noch nicht so viel Erfahrung mit glutenfreiem Backen, wie ich gerne hätte, aber da jemand in meiner Familie versucht, glutenfrei zu leben, arbeite ich an mehr Rezepten in dieser Richtung, also bleibt dran. Für diesen Kuchen kannst du das normale Mehl gegen eine gute glutenfreie Mischung austauschen, idealerweise eine, die für Kuchen gedacht ist und bereits ein Bindemittel enthält. Die Textur könnte etwas anders ausfallen, aber die Aromen kommen trotzdem zur Geltung. Wenn du es ausprobierst, lass mich gerne wissen, wie es bei dir funktioniert hat. Ich höre mir gerne eure Geschichten an und lerne auch von euren Erfahrungen.
In einer großen Schüssel das Mehl, die gemahlenen Mandeln, das Backpulver, das Natron, das Salz und den Zimt miteinander vermengen.
Zucker, Öl, pflanzliche Milch, Essig (oder Zitronensaft) und Vanilleextrakt hinzugeben. Umrühren, bis alles gut vermischt ist. Achte darauf nicht zu viel zu rühren, da dies den Teig kompakt und fest machen würde.
Den Teig in eine ausgelegte Auflaufform geben. Die Ribisel darauf verteilen und vorsichtig in den Teig drücken.
Bei 180 °C / 350 °F 35-40 Minuten lang backen. Ich decke den Kuchen nach der Hälfte der Backzeit gerne mit einer Muffinform zu. Das verhindert, dass die Beeren zu dunkel werden. Den Kuchen auch dem Backen abkühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Gericht: Nachspeise
Küche: Österreich, Mitteleuropa
Schlüsselwort: Einfach, Vegan, Vegane Torte
Wie sollte ich den Johannisbeerkuchen aufbewahren und wie lange bleibt er frisch?
Meiner Meinung nach ist dies ein Kuchen, den man am besten innerhalb der ersten zwei Tage genießt. Ich kann nie widerstehen, ein Stück zu essen, solange er noch warm ist, aber ich mag ihn auch sehr gerne gekühlt. Sobald er vollständig abgekühlt ist, stelle ich ihn in den Kühlschrank und er bekommt diese herrliche, erfrischende Qualität, die perfekt für den Sommer ist. Wenn du eine Gartenparty oder eine Jause veranstaltest , (eine Jausenpause nach österreichischer Art mit Kaffee, Tee und etwas Süßem), ist dieser kühle, leicht säuerliche Biss ein wahrer Genuss. Bewahre ihn einfach in einem luftdichten Behälter auf, damit er saftig und frisch bleibt.
Einfache Alternativen und saisonale Abwandlungen
Du hast keine gemahlenen Mandeln zur Hand? Das ist kein Problem. Ersetze sie einfach durch gemahlene Haselnüsse, die einen kräftigeren, etwas reichhaltigeren Geschmack verleihen. Und wenn rote Ribisel bei dir keine Saison haben oder nicht leicht zu finden sind, mache dir keine Sorgen. Dieses Rezept funktioniert auch wunderbar mit anderen säuerlichen oder saftigen Beeren wie Himbeeren, Stachelbeeren oder sogar einer Mischung aus Blaubeeren und Brombeeren. Der Schlüssel ist, Beeren zu wählen, die etwas Frische und einen schönen Kontrast zur süßen, nussigen Kuchenbasis bringen.
Hast du dieses Rezept gemacht?
Bitte lass mich wissen, wie es bei dir gelaufen ist, ich bin super neugierig! Du kannst unten einen Kommentar hinterlassen und den Tag @lordsoftheplants auf Instagram mit dem Hashtag #lordsoftheplants verwenden, damit ich es zu sehen bekomme!
Und wenn dir das Backen dieses traditionellen österreichischen veganen Ribiselkuchen gefallen hat, solltest du unbedingt dieses traditionelle Gebäck als nächstes ausprobieren: Veganer Striezel Die nächste Güte.